Teil 1 – Nimm dein Leben in die Hand und triff eine aktive Entscheidung!

Teil 1 von 5: Schultergelenkersatz – Skydiver und BASE springen weiter möglich?

Es war an einem Donnerstag, an dem aus heiterem Himmel ein Blitz in mein Leben einschlug und alle Hoffnungen, Ziele und Träume mit einem Schlag zertrümmerte.

Diagnose

An dem besagten Tag erklärte mir der Arzt, dass sich als Langzeitfolge eines damaligen Auto-Unfalls eine sehr starke Arthrose im rechten Schultergelenk gebildet hatte, der Kopf des Oberarmknochens total deformiert und die Knorpelfläche komplett abgenutzt war und sich meine lange Bizepssehne stark verkürzt hatte. Der behandelnde Arzt erklärte mir weiterhin, das Gelenk sei in solch einem desolaten Zustand, dass es nicht mehr zu retten sei und die einzige Option für mich die Vollprothese ist. Das bedeutet, der Kopf des Oberarmknochens und die dazugehörige Pfanne werden durch Titan ersetzt.

Kontrast

Sport war mein Leben, ich arbeite schon viele Jahre als Mental Coach im Sportbereich. Im Laufe der Jahre habe ich mich ständig weitergebildet, angefangen mit der Ausbildung zur Psychologischen Beraterin. Darauf folgten viele Weiterbildungen, unter anderem im Systemischen Coaching, NLP, Sportpsychologie, Mentaltraining im Leistungssport, Meditation und Wingwave, uvm.. Ich habe auch sehr viele Jahre als Tauchlehrer Assistentin und Personal Trainer im In- und Ausland gearbeitet. Seit 2002 bin ich Fallschirmspringerin, mittlerweile Fallschirmsprunglehrerin und im DFV als Prüfungsrat tätig. Außerdem ist der Extremsport Wingsuit B.A.S.E. ist ein sehr intensives Hobby von mir, welches ich mit meinem Partner teile.

Seit jeher beschäftigt mich die Frage, woher Ängste und Blockaden kommen. Wie gehen verschiedene Charaktere damit um und welche persönliche Veränderung findet dabei statt? Durch meine Tätigkeit als Mental Coach und Lehrtätigkeit in den unterschiedlichen sportlichen Bereichen sah ich mich sehr oft mit genau diesen Dingen konfrontiert.

Es war für mich vollkommen normal, dass ich gesund, sportlich sehr aktiv und beruflich erfolgreich bin und kontinuierlich Know-How aufbaue. Dieses Wissen, das ich mir nicht nur durch eigene Erfahrungen, sondern vor allem auch durch meine Arbeit als Mental Coach mit Menschen aus den verschiedensten internationalen sportlichen Bereichen angeeignet hatte, gab mir ein Gefühl der Unanfechtbarkeit.

Wie mir der Arzt mitteilte, würde es ungefähr zwei Jahre dauern, bis ich die rechte Schulter wieder einigermaßen normal bewegen könnte. Ich verstand sofort, dass meine Schulter nach der OP komplett eingesteift sein wird. Diese Versteifung und die Versetzung der langen Bizepssehne muss nach und nach wieder „aufgedehnt“ und gestärkt werden. Das wird ein langer schmerzhafter Weg. Aber das schlimmste war, dass er mir sagte, dass ich Fallschirm- und B.A.S.E. springen vergessen kann. Die Aussichten (aus meiner persönlichen Perspektive) waren also gar nicht gut. Das war ein unglaublich herber Rückschlag für mich und es brach eine ganze Welt zusammen.

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Ängste

Ich fragte mich, wie werde ich wohl den Alltag meistern? Ich konnte die Dinge nicht greifen, geschweige denn einen Teller von oben aus den Schrank nehmen. Ich lebe auf dem Land und kann kein Autofahren, wie soll ich Einkaufen gehen? Wie gehe ich damit um, wenn ich das Springen aufgeben muss? Ich kann nicht zur Arbeit fahren und ich kann noch nicht einmal am Computer E-Mails schreiben oder am Flipchart etwas aufzeichnen. Wovon soll ich als Selbständige leben, wenn das Einkommen ausfällt? Wie kann ich diese Schmerzen mit diesen für mich minimalen Fortschritten die nächsten zwei Jahre ertragen? Was ist, wenn die OP schlecht verläuft? Gibt es überhaupt eine Garantie, dass ich danach ohne Einschränkungen in mein früheres Leben zurückgehen kann?

Tiefpunkt

Ich sah keinen Ausweg. Ich fühlte mich allein, hilflos und hatte wahnsinnige Angst. Ich sah mein Leben vor meinen Augen zerbrechen, alles, was ich mir aufgebaut habe…… vorbei. Und ich habe verstanden, was es bedeutet, am Tiefpunkt seines Lebens zu sein. Nicht nur der vielen nagenden und beängstigenden Gedanken wegen, nein – ich fühlte es. In jeder Faser meines Körpers, in meiner Seele machte sich Verzweiflung breit, eine Hoffnungslosigkeit, Zukunft- und Existenzangst, die ich gar nicht mit Worten beschreiben kann. Mein komplettes Leben stand in jedem einzelnen Bereich auf dem Prüfstand.

Wie überwindet man den Tiefpunkt einer Krise??? 
nächsten Montag erzähle ich dir wie es weiterging… stay tuned!

Erfahrungen & Bewertungen zu Katja Seyffardt